
Bild von Elisabeth Gaj (Away) – Das Dach von Buckingham Palace leckt,…
Wenn das nicht eine traurige Meldung ist: Queen Elisabeth die Zweite, regierende Königin von Großbritannien, drückt derselbe Schuh, wie viele andere private Sanierer von Altbauten. Die Kosten, die die Renovierung der Dächer ihrer Residenzen, des Buckingham Palace und von Windsor Castle, verschlingen würde, kann sie nicht aufbringen. Dabei kann man die Monarchin nicht unbedingt als arm bezeichnen, sie verfügt über ein großes privates Vermögen, das mindestens einige hundert Millionen Euro ausmacht. Allerdings sind auch die notwendigen Reparaturen nicht allzu günstig zu haben.
Die Queen wird zumindest als sparsam, manchmal sogar als ein wenig geizig bezeichnet. Ich habe schon Meldungen über die Königin gelesen, die davon berichten, dass sie etwa abends höchstselbst beim Rundgang durch den Palast überprüft, ob auch alle Lampen ausgedreht sind. Für die Renovierung der beiden Dächer sind aber mehr als 20 Millionen Euro veranschlagt, die mit ein wenig Strom sparen nicht leicht zusammenkommen.
Man muss auch fairerweise sagen, dass Queen Elisabeth II zwar den Buckingham Palace und auch Windsor Castle bewohnt, sich die historischen Bauten jedoch nicht in ihrem Besitz befinden. Die Paläste gehören dem britischen Staat. Der hat natürlich genauso großes Interesse, die Gebäude in gutem Zustand zu erhalten. Und die Royals erhalten auch jährlich knapp 20 Millionen Euro vom Staat für Sanierungen. Allerdings ist dieser Betrag seit 12 Jahren auf demselben Niveau eingefroren, und mehr Geld ist momentan nicht in Sicht.

Bild von top_gun_1uk – …und auch in Windsor Castle sind große Reparaturen notwendig.
Schon 1992, nach dem Brand in Windsor Castle, gab es einen großen Aufschrei in der britischen Öffentlichkeit, als diese für die Reparatur des durch das Feuer schwer beschädigten Palasts aufkommen sollte. Um Geld für die Wiederherstellung der beschädigten Räume aufzubringen, ließ die Queen damals den Buckingham Palace für zahlende Besucher öffnen. Jetzt wird wieder darüber nachgedacht, wie man zusätzliches Geld aufbringen könnte. Ein Ansatz wurde jetzt aber doch wieder aufgegeben: Für die Untertanen sollte eine Telefon-Hotline eingerichtet werden. Bei jedem Anruf wäre dann ein gewisser Betrag für die zahlungswilligen Spendenanrufer verrechnet worden. Der Plan wurde schließlich verworfen, weil man schlechte Publicity fürchtete.
Na, da kann ich nur hoffen, dass die Instandsetzung doch bald klappt. Besser die Dächer komplett und richtig sanieren, als immer nur Stück für Stück Schindeln austauschen. Damit würde auch die restliche Bausubstanz auf Dauer weniger in Mitleidenschaft gezogen. Und die kommenden Generationen werden es auch danken, wenn sie die Paläste noch in gutem Zustand sehen können.


20 Millionen Euro – ganz schön viel Geld. Dann verstehe ich es aber, dass die Renovierungsarbeiten immer wieder verschoben werden.
Von: katisommer am Juni 30, 2008
um 1:23
Ja, das ist viel Geld. Danke für deinen Kommentar, meine erste Leserregung, sehr schön!
Von: peterne am Juni 30, 2008
um 2:39