Verfasst von: Peter N. | Juli 17, 2008

Tipps zum Dämmen des Dachs - Dämmmaterial und Dichtfolie anbringen

Auf einer Webseite habe ich eine kurze und praktische Anleitung zum Dachdämmen gefunden, die von Mitarbeitern der Firma Xella Trockenbau-Systeme GmbH bzw. der Firma Fermacell ausgearbeitet wurde.

Bild von torsten.peronne

  • Die Holzsparren vollflächig mit Mineraldämmwolle ausfachen.

Vorher müssen natürlich die Sparrenabstände und die Sparrentiefe gemessen werden, um den Bedarf an Dämmmaterial zu ermitteln. Beim Zurechtschneiden empfiehlt es sich, einen Atemschutz zu tragen.

  • Die Dichtfolie über die Holzsparren spannen …

Dort, wo sich Folienbahnen treffen, sollten sie sich gut 10 Zentimeter überlappen. An Übergängen zur Wand kann man 30 Zentimeter überstehen lassen.

  • … und an diesen festtackern.

Etwa alle 10 Zentimeter eine Klammer ins Holz treiben, soll ja alles gut halten.

  • An den Nähten der Dichtfolie mit Spezialklebeband luftdicht abkleben.

Kein Paketklebeband verwenden, das trotzt dem Zahn der Zeit nicht! An den Übergängen zur Wand mit Dichtband abkleben, Folie darüberziehen und gemeinsam mit einer Holzlatte verschrauben. Danach das überschüssige Material abschneiden.

  • Die Konterlattung anbringen.

Die Querlatten etwa im Abstand von 50 Zentimeter montieren, im Sparrenbereich anschrauben (Dichtfolie ansonsten nicht beschädigen!).

  • Am Übergang zum Fußboden mit Spezialklebstoff fugenlos abdichten.

Der Kleber muss natürlich auch wieder alterungs- und witterungsbeständig sein.

  • Dachdurchdringungen, wie Fallrohre etc., sind ebenfalls mit speziellen Klebebändern luftdicht abzuschließen.

Danach kann man schon beginnen, die Rigipsplatten anzuschrauben.

Antworten

Netter Artikel!
Ich würde gerne Mal den Anteil jener Leute wissen, die sich ein superneues Dachflächenfenster kaufen und dann merken, dass das Dach als Ganzes undicht ist.
Dann nützt nänlich auch die Qualität des Fensters nicht.
Auch, wenn nur ein kleiner Teil undicht ist…Mit der Zeit entwickelt sich die Undichtheit zu einem echten Bauschaden.

Ein Beispiel wäre die Wirkung einer Fuge: Die warme und feuchte Luft drückt nach aussen, dringt durch die Fuge in die Konstruktion, kondensiert dort und gleichzeitig strömt die kalte Luft nach innen.

Der Anschluss einer Dampfbremse wäre hier die Lösung, aber das wissen glaube ich nur die wenigsten!

Ganz tolle Tipps. Dennoch ist es für jemanden, der sich in der Baubranche + Heimwerken nicht auskennt, schwierig durchzuführen oder zu überprüfen, in wie fern man sich an diese Regeln hält.

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