Wenn man seinen Dachboden zum Wohnbereich ausbauen will, muss man sich darüber Gedanken machen, wie man den neugeschaffenen Platz mit Tageslicht versorgen und belüften möchte. Gauben oder Dachflächenfenstern stehen zur Wahl. Abseits von behördlichen Vorschriften haben beide Varianten Vor- und Nachteile, wobei ich grundsätzlich Dachflächenfenster für die bessere Lösung halte.
Dachflächenfenster

Dachflächenfenster erhellen großzügig die unter ihnen liegenden Räume.
- Lassen viel mehr helles Licht in die Räume als Gauben, nämlich um 30-200% mehr. Das sorgt für ein angenehmes Wohngefühl und senkt den Energieverbrauch für elektrisches Licht. Die größte Lichtausbeute erreicht man mit großzügigen Überfirstverglasungen.
- Beim Einbau spart man Geld gegenüber der Errichtung von Gauben, die teurer kommt. Außerdem ist der Zeit- und Planungsaufwand geringer, und die Eingriffe in die Dachkonstruktion fallen viel kleiner aus.
- Durch die geringere verbaute Fläche ist die Dämmung weniger aufwendig als bei Gauben, wo viel neues Außenprofil geschaffen wird.
- Gute Möglichkeiten zum (-Dauer)lüften mit Schwingfenstern.
- Im Winter kann Schnee zwar den Fenstern nichts anhaben, aber im Gegensatz zur Gaube den Durchblick verhindern.
Gauben

Wenn auch die Seiten verglast werden, lässt sich auch aus Gauben noch ein wenig mehr Licht herausholen.
- Die Räume heizen sich weniger leicht auf, als wenn Dachflächenfenster (ohne Sonnenschutz) verbaut sind.
- Die vorhandene Wohnfläche vergrößert sich. Das gilt vor allem, wenn das Dach eine sehr flache Neigung hat und kein ausreichender Kniestock vorhanden ist. Allerdings lassen sich Gauben oft kaum mit Möbeln vollstellen und nutzen, weswegen der zusätzliche Platz nur bedingt verwendet werden kann.
- Gauben können interessante gestalterische Aspekte in der Dachlandschaft setzen.