
Bild von acquitrino - In Graz steht die größte Solaranlage Mitteleuropas. Auf insgesamt 3.500 Quadratmeter Dach der AEVG wird Wasser für Fernwärme erhitzt.
Die steigenden Ölpreise sind zumindest für die Solarbranche ein Segen. Weil Energie immer teurer wird, lassen sich immer mehr Familien Solarmodule aufs Dach montieren. Im Vergleich der österreichischen Bundesländer dürften die Steirer diesbezüglich Spitzenreiter sein. Laut Meldung von Orf.at nutzen schon die Hälfte der steirischen Haushalte die Sonnenenergie zur Warmwasseraufbereitung und zum Beheizen der Wohnräume.
Immerhin ist die Steiermark mit einem besonders sonnigem Klima gesegnet. Das verkürzt die Zeit, bis sich der Einbau einer Solaranlage rechnet. Für die Berechnungsmodelle ist außerdem Preis von konventioneller Energie entscheidend. Ein großer Teil der Häuslbauer rechnet demnach nicht damit, dass in den kommenden Jahren und Jahrzehnten wieder mit billigen Energiepreisen zu rechnen ist. Dazu kommen noch attraktive Landesförderungen, die das Bauvorhaben nocheinmal günstiger machen.
Allerdings bleibt immer die Frage, welcher Anteil der Heizkosten bzw. der Kosten zur Erhitzung von Warmwasser gespart werden kann. Die Angaben der Hersteller unterscheiden sich da oft erheblich von dem, was man selber an Erfahrungen mit dem Sonnenkraftwerk macht. Bei Ausnützung von Förderungen dürfte sich die Installation über die Jahre mittlerweile auch finanziell schon lohnen und nicht mehr nur puren Idealismus bedienen. Allzu große Erwartungen werden aber sicher enttäuscht.
In dieser Hinsicht interessant und hilfreich sind zahlreiche Projekte und Blogs von Leuten, die im Internet über ihre Erfahrungen mit Solaranlagen berichten. Weil sich die Technologien ständig weiterentwickeln, schadet es nicht nachzusehen, wie aktuell diese Artikel sind.
Link zum Thema:
Solar-Nonsens - eine kritische und ausführliche Auseinandersetzung mit dem Thema Sonnenenergie, momentan mit Stand Jänner 2008.