Vor einiger Zeit habe ich über ein Gebäude mit drehbarem Dach in Brandstätt in Oberbayern geschrieben. Auf dem Pultach dieser Maschinenhalle sind auf einer Fläche von 160 Quadratmetern Solarzellen angebracht, die aus dem einfallenden Licht Strom erzeugen. Der Besitzer, Frank Bauer, schrieb in einem Kommentar, dass die Stromkosten für die Ausrichtung der Dachfläche zur Sonne durch vier Getriebemotore gerade einmal 14€ pro Jahr betragen, während der gesamte Mehrertrag im Gegensatz zu einer fest montierten Anlage bei mehr als 30% liegt.

Bild von Lina Rukma – Rüdesheim
Einen anderen Weg geht Norbert Dressel. Der Berater für Solartechnik hat in Rüdesheim am Rhein in Hessen auf dem Bootshaus der Wasserschutzpolizei eine Photovoltaikanlage errichtet, die damit die erste schwimmende Anlage dieser Art in Deutschland ist. Dessel will aber nicht beweisen, dass auch auf dem Wasser sinnvoll Sonnenstrom erzeugt werden kann. Im geht es um den Nachweis, dass auch Dächer, die nach Nordosten oder Nordwesten ausgerichtet sind für Photovoltaik geeignet sind. Dafür hat er auf der ungünstiger gelegenen Seite amorphe Module angebracht, die zwar insgesamt einen geringeren Ertrag als konventionelle kristalline Solarzellen bringen, aber dafür diffuses Licht besser aufnehmen können.
Der erzeugte Strom wird durch drei Wechselrichter von Gleich- in Wechselstrom umgewandelt und über eine flexible Leitung, die sich dem Wasserstand anpasst, an Land ins öffentliche Netz eingespeist. Unter optimalen Bedingungen erzielt die Anlage eine Leistung von 22,5 kWp. Ich wünsche viel Erfolg mit dem Projekt und viele sonnige Tage.



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