Schnee am Dach kann ein Problem werden, wenn er die Dachkonstruktion übermäßig belastet. Durch bessere Dämmung im Dachbereich hat sich diese Thematik in den vergangenen Jahren möglicherweise sogar verschärft, weil der angehäufte Schnee bei modernen Bauten nicht mehr kontinuierlich durch Wärme aus dem Haus abschmilzt. Für welche Schneebelastung muss man jetzt in Österreich vorsorgen?

Bild von www.ziegler-metall.at
Diese Karte gibt einen Überblick über die Schneelastzonen in Österreich. Der wenigste Schnee fällt, wie schon ein Blick auf die Grafik klar macht, in der Zone 2*, und am meisten von der weißen Pracht fällt in der Zone 4. Eine genauere Karte dazu gibt es auf der Seite www.proholz-stmk.at. Darin sind die Ortsnamen eingetragen, so dass man den Standort des eigenen Hauses leichter zuordnen kann. Daneben gibt es auch ein Dokument, wo die charakteristischen Werte der Schneelasten für viele Orte in Österreich angeführt sind. Anhand der Einteilung in eine Zone und der Seehöhe lässt sich die charakteristische Schneelast auch per Excel berechnen.
Die europäische Norm EN 1991-1-3 enthält Grundsätze zur Bestimmung der Werte für Schneelasten für die Berechnung und Bemessung von Hoch- und Ingenieurbauten. Darin ist genau geregelt, wie groß die Belastung durch Schnee pro Quadratmeter ist, die ein Dach in einer bestimmten Region tragen können sollte. Diese Normen sind aber nur Empfehlungen. Wenn ein Häuslbauer sie nicht einhält, sollte er aber hoffen, dass sein Dach alle kommenden Winter gut übersteht. Im Streitfall vor Gericht hätte er sonst schlechte Karten, weil in Sachverständigengutachten die Normen als Richtwerte herangezogen werden.



Sehr guter Artikel! Wegen dem Thema hab ich mich schon öffters mal mit einem Meiner Studienkollegen diskutiert. Aber damit sollte da ja alles klar gestellt sein. Jetzt hab ich wenigst eine Seite zum verlinken… thx
Von: Horus am Januar 13, 2009
um 7:25 pm