Die oberste Geschoßdecke ist oft nur unzureichend gedämmt, so dass viel Heizenergie in den kalten Dachboden verloren geht. Weil warme Luft nach oben steigt, kann aber gerade eine gute Wärmedämmung nach oben hin die Heizkosten drastisch senken. Wenn an dieser Stelle nachgearbeitet wird, können danach 20 bis 30 Prozent der Heizenergie eingespart werden. Dabei sind die Kosten überschaubar, das Dämmmaterial kostet oft nur um die 30 Euro pro Quadratmeter. Je stärker die Dämmung und je geringer die Wärmeleitfähigkeit des Dämmstoffs, desto wärmer bleiben die Wohnräume darunter im Winter, und gleichzeitig auch kühler im Sommer. Das Verlegen kriegen auch Hobbyheimwerker selber hin und sparen damit noch einmal.

Bild von anastaz1a
Auf der „Bauen und Energie Wien 2009“ habe ich mir zu dem Thema ein Merkblatt mitgenommen, das auch online verfügbar ist. Dort sind kompakt die einzelnen Maßnahmen zusammengefasst:
Wenn der Dachboden nicht genutzt wird und daher nicht begehbar sein muss
- Einfach 20-30cm günstiger Dämmstoff, der nicht tragfähig sein muss, aufbringen. Dafür bietet sich zum Beispiel Mineralwolle, die nicht brennbar und schallisolierend ist, an.
Wenn der Dachboden begehbar sein soll, gibt es verschiedene Möglichkeiten
- Staffeln/Kanthölzer in der Dicke des Dämmstoffs verlegen, die Hohlräume dazwischen mit Dämmmaterial (Mineralwolle etc.) füllen. Auf den Platten begehbare Platten befestigen.
- Oder gleich tragfähige Dämmplatten fugenlos aneinander verlegen. Je nach gewünschter Belastbarkeit eignen sich dafür zum Beispiel Steinwolledämmplatten oder stärkere Holzfaserplatten.
- Gerade bei einer unebenen Decke bietet es sich an, Dämmmaterial einfach aufzuschütten, etwa Perlite. Nach dem Aufbringen mit begehbaren Platten abdecken.
Je nach Deckenkonstruktion und verwendetem Dämmstoff kann eine Dampfbremse notwendig sein, die unter die Dämmung auf die beheizte Seite gehört.


Der Artikel ist wirklich interessant! Ich vermisse nur vielleiht eine kleine anlehnung daran was ist wenn man ausbauen will? Ich selber habe zwar nicht viel Ahnung davon, aber gibt es da nicht ein problem wenn man das Dachgeschoss ausbauen will und die Dämmung am Boden herumliegt, oder teilweise sogar verbaut ist? Bin im Moment nämlich gerade dabei den Dachboden zu inspizieren um vielleicht ein paar Wärmedämmungsschwachpunkte zu ermitteln. Ursprünglich war nämlich gedacht das der Dachboden schon beim Einzug ausgebaut sein sollte somit sind sämtliche Dachfenster schon drin aber dann beim Ausbau selber, ist irgendwie das Geld ausgegangen
Von: Sepron am März 30, 2009
um 8:46
Darüber habe ich drei Artikel geschrieben, die findest du oben unter DIY – Tipps.
Von: Peter N. am März 31, 2009
um 8:51
Man kann natürlich auch die Decke von unten dämmen vorausgesetzt die Höhe der Decke in der Etage drunter ist hoch genug. So haben wir es gemacht da wir später auch das Dach mal ausbauen wollen.
Von: unser-altbau am April 2, 2009
um 9:45
Im Altbau hat man da natürlich genug Platz…
Von: Peter N. am April 7, 2009
um 11:20