Räume, die nicht nach außen grenzen, müssen normalerweise künstlich beleuchtet werden. Gänge, Bäder, Schrankräume oder Toiletten sind oft so platziert. Fassadenfenster und Dachfenster scheiden dann aus, um Tageslicht ins Zimmer zu bekommen. In den Räumen, wo man sich dagegen viel aufhält, wie Wohnzimmern oder Kinderzimmern, würde man nie auf Fenster verzichten wollen. Es ist schon eine triste Vorstellung, dort ohne natürliches Licht dahin zu vegetieren.
Es gibt aber auch Möglichkeiten, innenliegende Räume mit natürlichem Licht zu versorgen. Das geht etwa mit einem Tageslicht-Spot. Dabei wird ein bis zu 6 Meter langer Lichtschacht zwischen dem Steildach und der Decke des Raums montiert, der belichtet werden soll. Innen ist eine runde Scheibe aus Acryl in die Decke eingelassen, um die ein weißer Abdeckring läuft. Von außen sieht es aus, als ob ein Dachfenster im Dach montiert wäre. Diese Konstruktion fängt durch die Öffnung im Dach Tageslicht ein und leitet es durch den reflektierenden Schlauch direkt in das Zimmer.
Das System ist sozusagen ein Ersatz für eine normale Deckenbeleuchtung und bietet den Vorteil, dass man so auch Tageslicht in Räume bringen kann, wo das mit Fenstern nicht möglich ist. Man kann damit etwa auf der Toilette tagsüber ohne Kunstlicht lesen oder durch einen Gang gehen, ohne am Anfang und am Ende das Licht ein- und ausschalten zu müssen. Ausblick nach draußen hat man deswegen natürlich trotzdem keinen, aber zumindest die positive Wahrnehmung von Tageslicht. Abends und Nachts braucht man genauso wie in den anderen Zimmern eine zusätzliche Lichtquelle. Die lässt sich aber direkt in den Tageslicht-Spot integrieren, in den dafür vorgesehenen Beleuchtungszusatz lässt sich eine Energiesparlampe schrauben.
Eher in die Kategorie “kurios” fällt übrigens dieser Einbau eines Tageslicht-Spots…





http://botschaftneukoelln.wordpress.com/2009/04/16/4437/
Von: botschaftneukoelln am April 16, 2009
um 3:52 pm
Kann man diese Spots eigentlich in jede erdenkliche Richtung in den Raum strahlen lassen, also auch von unten? Es wäre nämlich interressant für einen kleinen Versuchsaufbau bei dem es darum geht das Planzen kopfüber wachsen sollen und welche auswirkungen es auf diese hat. Dabei wäre ja ein Tageslichtspot ideal wenn man den von unten strahlen lassen könnte.
Von: Sepron am April 22, 2009
um 7:49 pm
Von Lichtschacht her denke ich, dass es möglich ist. Aber ob das sehr praktikabel ist?
Von: Peter N. am April 23, 2009
um 10:03 am
Der oben bebilderte Tageslichtspot mag vielleicht etwas kurios sein, aber ich halte es für eine gute Idee auch einen Kellerraum mit Tageslicht zu illuminieren. Vor allem, wenn man einen Hobby- oder sonstigen Aufenthaltsraum plant.
Von: Sebastian Klein am April 25, 2009
um 6:34 am
Es geht ja nicht unbedingt darum das es Praktikabel ist, aber es ist auf alle Fälle eine billigere Lösung als Speziallampen mit einer Zeitsteuerung die Tageslicht simulieren. Aber ich schätze da werde ich mal bei Velux selber ansuchen vielleicht interressieren sie sich ja dafür und es wird eine neue Abteilung für Pflanzenbeleuchtung eröffnet
Von: Sepron am April 26, 2009
um 4:56 pm
Leider sind diese Tageslicht-Spots, soweit ich weiß, auf Häuser bezogen. Ich würde solche Lösungen auch in vielen Wohnungen gerne praktiziert sehen, aber ich weiß nicht, ob das überhaupt machbar wäre. Mit etwas Fantatsie müsste es aber gehen. Man könnte sich dieses Licht ein- und ausschalten während des Tages ersparen, und somit Stromsparen. Ich könnte mir diese Lösung gut in Gängen, Vorräumen, Bader, WC´s, Vorratsräumen, Schrankräumen und vielleicht auch zusätzlich unterstützend in anderen Räumen, durch die durchs Fenster zu wenig Licht kommt. Es gibt ja oft Zimmer, die so ungünstig liegen, dass die Sonne gar nicht reinscheint, und die eigentlich nie richtig hell sind, sonder immer nur so dämmrig-hell. Vielleicht könnte sich die Firma Velux da wirklich was überlegen.
Von: Miriam am April 27, 2009
um 10:10 pm
Das Orginal wurde übrigends in Australien bereits Mitte der 80ger Jahre erfunden und wurde laut Hertsellerangeben weltweit bereits über 1 Milionen mal verbaut. Siehe auch unter www. solatube.de
Von: Markus K. am Januar 9, 2010
um 6:21 pm