Verfasst von: Peter N. | April 24, 2009

Sendung zum Thema Energetische Sanierung eines alten Hauses

Was für ein Aufwand  steckt dahinter, wenn ein altes Haus auf einen modernen Energiestandard gebracht werden soll? Auf dem ZDFinfokanal lief im Februar zu diesem Thema eine sehenswerte Sendung. Darin begleitet der Journalist Joachim Mahrholdt die Familie Weinberg ein Jahr lang bei der thermischen Sanierung ihres Wohnhauses aus den Zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts.

Die Dokumentation zeigt alle Schritte der Renovierung. Der Beitrag beginnt mit einer Thermografie-Messung des unsanierten Hauses durch den Energieberater, die zeigt, wo Energie verloren geht und die größten Schwachstellen liegen. Besonders mangelhaft sind zu diesem Zeitpunkt das Dach, die Fenster und die Fassade.

Die Weinbergs wählen nun zunächst ein Sanierungskonzept aus. Als nächstes werden mit Hilfe eines Baufachmanns die Handwerker ausgesucht und die Frage der Finanzierung der Arbeiten geklärt. Nach längeren Verhandlungen beginnen die Dachdecker  mit der Sanierung des Daches, das in der Ursprungsvariante nur völlig unzureichend gedämmt ist. Abhilfe schafft eine professionell ausgeführte Aufsparrendämmung. Dann werden die Fassade gedämmt und die alten Fenster gegen neue Fenster mit Dreifachverglasung ausgetauscht.

Bild von christian_sahm

Ein Blower-Door-Test durch den Energieberater zeigt nach Abschluss der Bauarbeiten, wo von den Handwerkern noch nachgebessert werden muss. Als letzten Schritt im Sanierungskonzept führt der Bauherr die Dämmung der Kellerdecke in Eigenregie aus. Eine zweite Thermografie-Messung bestätigt schließlich den Erfolg der ganzen Mühen.

In der ZDFMediathek kann man die 30-minütige Sendung online noch einmal ansehen, einfach den Suchbegriff „Weinberg“ eingeben und den Beitrag „Vom Altbau zum Energiesparhaus“ auswählen. Nachdem ich den Beitrag angesehen habe, habe ich jetzt noch größeren Respekt vor dem Projekt, auf das sich Klaus eingelassen hat und das er auf seinem Blog dokumentiert. Durchhaltevermögen und ein langer Atem sind da gefragt.

Weblink zum Thema: ZDFMediathek



Antworten

  1. Ich glaube es sofort, dass da ein langer Atem gefragt ist, wenn man ein Jahr lang auf einer Baustelle wohnen muss. Keine freie Minute, ohne dass man Arbeit sieht ist nicht leicht zu ertragen.
    Wenigstens kann man aber das befriedigende Gefühl geniessen, wenn man es endlich geschafft hat.

  2. Wurde auch Zeit das die Thermographie und der Doorblow Test endlich mal die Runde macht. Das sind nämlich tolle Methoden um die eigenen vier Wände auf Herz und Nieren zu prüfen. Jedoch sind die Methoden bis jetzt noch relativ unbekannt gewesen, vorallem bei denen die eigentlich genauestens darüber bescheidwissen sollten, die Hausbesitzer selber.


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