Forscher am Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM in Deutschland wollen Solarzellen transparent machen. Momentan ist der Prozess noch teuer und für die Massenproduktion nicht ausgereift, aber in der Theorie sollte es möglich sein, durchsichtige Photovoltaikmodule herzustellen. Dafür testen die Wissenschaftler jetzt Materialien, die den hohen Anforderungen gerecht werden. Neben der Transparenz spielt dabei auch die Leitfähigkeit des Materials eine große Rolle.
Sollten die Forscher Erfolg haben, dann könnte das der Photovoltaik neue Anwendungsbereiche erschließen. In einer dünnen Schicht aufgebracht werden könnten solche durchsichtigen Solarzellen nämlich zum Beispiel direkt auf Fenstern angebracht werden. Tageslicht würde dann weiter ungehindert in die Räume gelangen und der Ausblick nach draußen erhalten bleiben.

Bild von the bbp
Die Forscher denken aber noch viel weiter. Ganze Hausfassaden könnten Strom produzieren, ohne dass sich die Optik der Gebäude verändert. Für geschützte historische Gebäude wäre das eine Chance, umweltfreundlich Energie aus Sonnenkraft zu erzeugen. Einfamilienhäuser bzw. ihre Bauherren würden natürlich genauso profitieren, wenn andere, sichtbare Kollektoren aus ästhetischen Überlegungen abgelehnt werden.
Eine andere Alternative wäre wohl auch der Solarlack, über den ich letzten November geschrieben habe. Dieser photovoltaische Lack soll nicht einmal eine glatte Oberfläche brauchen und eigentlich auf alle Objekte aufgetragen werden können, die dem Sonnenlicht ausgesetzt sind. Die Webseite dieses Projekts ist aber schon länger offline und ich habe auch nichts Neues mehr davon gehört.



Unglaublich, welch großer Schritt eine serienmäßige Produktionsreife dieser Produkte für die Saubere Energiegewinnung bedeuten würde.
Weißt du, ob es so möglich wäre, dass ein ganzes Haus sich slebst mit Strom versorgen kann?
Odre wieviel Strom mit diesen Techniken gewonnen werden kann?
Von: Sebastian Klein am Juni 12, 2009
um 2:30 pm
Mti der Technik ließen sich dann auch endlich die Großen Flächen an Häusern nutzen.
Vielleicht wäre das ja was!
Ob ein ganzes Haus damit versorgt werden könnte ist fraglich hängt aber schlussendlich von den verwendeten Materialien ab, traue mich da nicht mal eine schätzung abzugeben.
Als Star Trek seher fällt mir dazu nur mehr “durchsichtiges Aluminium” ein, das sie in irgendeinem Film verwenden um Wale zu transportieren
Von: Toni am Juni 15, 2009
um 4:14 pm
Ich bin mir sogar sicher, dass ein ganzes Haus sich so selbst mit Strom versorgen könnte. Die Frage ist nur, wie hoch man dann den Verbrauch ansetzen darf… Was die genaue Effizienz betrifft, bin ich aber leider noch überfragt.
Von: Peter N. am Juni 16, 2009
um 12:58 pm
[...] Oberflächen aufgetragen werden, könnten der Photovoltaik neue Anwendungsbereiche erschließen. An diesen Dünnschichtzellen wird etwa am Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM geforscht. Das amerikanische Unternehmen New Energy entwickelt ebenfalls in diese Richtung, und hat jetzt [...]
Von: Neue Dünnschichtzellen für mehr Ertrag ohne direkte Bestrahlung mit Sonnenlicht « Dachbau und Bausünden am Dach am Juli 9, 2009
um 8:47 am