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Am 13. Juli lädt die Versicherungsgruppe Münchener Rück Vertreter von 20 Großkonzernen zu einem Gründungstreffen für ein absolutes Großprojekt nach München ein. Im Rahmen der Initiative “Desertec” sollen im Norden Afrikas riesige Solarkraftwerke entstehen, die im Endausbau 15 Prozent der europäischen Stromversorgung decken können. Die Kosten sollen sich auf geschätzte 400 Milliarden Euro belaufen und nicht von der öffentlichen Hand finanziert werden.
Die Desertec Foundation hat ehrgeizige Ziele. Einerseits sollen die nordafrikanischen Staaten, wo die Solarkraftwerke in Wüstenregionen gebaut werden, profitieren. Hochwertige Arbeitsplätze sollen entstehen, Technologietransfer stattfinden und Gewinne durch den Verkauf von überschüssiger Elektrizität nach Europa lukriert werden. Europa wiederum würde saubere Energie in großen Mengen erhalten können – die Sonneneinstrahlung in der Sahara ist so hoch, dass auf einer Fläche von 300 mal 300 Kilometern der gesamte Energiebedarf der Erde erzeugt werden könnte, wenn dort Solarkollektoren aufgestellt würden. 90.000 Quadratkilometer wären dafür also notwendig, bei einer Gesamtfläche der Sahara von 9 Millionen Quadratkilometern. An einer Senkung der globalen Kohlendioxid-Emissionen würde wiederum die ganze Welt einen Nutzen haben.
Es gibt aber sicherlich auch große Hindernisse bei der Durchführung, die bedacht werden müssen. Die politische Lage in manchen dieser Länder ist nicht so stabil, wie die EU es sich wünschen kann. Eine Verteilung der Anlagen über mehrere Länder und Regionen würde da Sinn machen. Auch von technologischer Seite ist die Herausforderung groß. Probleme ergeben sich etwa beim Transport der Elektrizität über weite Strecken und bei der Langlebigkeit der Kollektoren bei diesen harschen Bedingungen.
Trotzdem, könnte Desertec wirklich ein Erfolg werden? Ich möchte es gerne es glauben, aber noch bin ich sehr skeptisch.



Mehr zum Thema gibt´s hier: http://eltobi.wordpress.com/2009/06/16/400-milliarden-euro-fur-alternative-energien/
Von: eltobi am Juni 16, 2009
um 2:14 pm
Ich finde die Idee fantastisch, so würde es für mich Sinn machen, dass so große Teile der Erde Wüste sind. Nur ich weiß nicht genau, wie sich da rechtlich gestaltet, die Wüsten gehören ja zu irgendwelchen Staaten, wird ihnen das Land abgekauft oder wird es angemietet? Einverstanden müssen sie auf jeden Fall sein, aber ich glaube nicht, dass sich ein Land da quer stellt – warum auch? Das mit den Arbeitsplätzen für die dortige Bevölkerung finde ich sehr gut, einerseits bringt des den dort lebenden Vorteile, andererseits erhöht es die Wahrscheinlichkeit, dass dem Projekt zugestimmt wird.
Von: Miriam am Juni 18, 2009
um 9:18 am
Diese Solaranlagen können nur in Kooperation mit den dortigen Ländern entstehen, deswegen sind stabile politische Verhältnisse ja eine wichtige Voraussetzung. Im Idealfall lohnt sich das Investment dann für beide Sieten, die europäischen Investoren und die Länder, wo die Kraftwerke installiert werden.
Von: Peter N. am Juni 19, 2009
um 7:27 am
Die Idee ist toll, jedoch gibt es noch Probleme zu überwinden die warscheinlich die Nebenkosten für das Projekt die nich vorstellbar sind. Was die Kohlenmonoxidreduktion betrifft, muss erst mal die Kohlenmonoxide “eingearbeitet” werden die für die Produktion der Anlage in die Luft geblasen wurden. Das sind sicher nicht wenige. Ich hoffe jedoch für uns alle das in Zukunft mehr in diese Richtung geschieht sonst wird in absehbarer Zeit die Menscheit massive Probleme bekommen.
Von: Toni am Juni 23, 2009
um 9:44 am
Bei einer Laufzeit von mehreren Jahrzehnten für ein Solarkraftwerk sollten die Treibhausgase, die während der Erzeugung entstehen, aber nicht gegen das Projekt sprechen.
Von: Peter N. am Juni 23, 2009
um 10:52 am