CO2-neutrales Bauen und Wohnen ist sicher ein Trend, der in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen wird. Nachdem fossile Energieträger nur begrenzt vorhanden sind und die Lagerstätten irgendwann erschöpft sein werden, müssen wir in der Energierzeugung zwangsläufig irgendwann umdenken. Außerdem wird heute von immer weniger Wissenschaftlern angezweifelt, dass die Erwärmung der Atmosphäre direkt mit dem Ausstoß an Kohlendioxid zusammenhängt.
Projekte wie das Plusenenergie-Musterhaus in Lystrup, das im Rahmen des Velux Model Home 2020-Wettbewerbs errichtet wurde, zeigen ja, dass solche CO2-neutralen Gebäude schon heute gebaut werden können. Ganz andere Dimensionen nimmt dagegen ein Entwurf des in Dubai ansässigen Unternehmens Timelinks an. Timelinks hat letztes Jahr Pläne für ein gigantisches Ziggurat vorgestellt, das aus einer einzigen Struktur mit einer Grundfläche von 2,3 Quadratkilometern besteht.

Bild von worldarchitecturenews.com
Das Ziggurat könnte einer Million Menschen Lebensraum bieten, und würde im Vergleich zu anderen Städten mit gleicher Einwohnerzahl nur zehn Prozent der Grundfläche einnehmen. Außerdem würde die Pyramide auch nur zehn Prozent der Energie vergleichbarer Städte verbrauchen. Möglich wird das etwa durch Solarkollektoren an den Außenseiten des Gebäudes und Wind- und Dampfturbinen. Selbst die kinetische Energie der in den Rohren abwärts fließenden Abwässer soll zur Stromerzeugung genutzt werden, um den Eigenbedarf vollständig abdecken können.
Autos sind aus dem Ziggurat verbannt. Stattdessen wurde ein Transportsystem konzipiert, dass das Gebäude in der Waagrechten und in der Senkrechten durchquert. Platz für Gewächshäuser, Parks und Grünflächen in öffentlichen und privaten Bereichen ist ebenso vorhanden, und wenn es die Bewohner in die unberührte Natur zieht, dann finden sie die direkt vor den Toren ihrer Stadt. Wann, wo und vor allem ob dieses Projekt aber umgesetzt wird, steht in den Sternen…


Wieder einmal ein sehr interessanter Artikel. Das Thema Energie wird ja jetzt immer wichtiger. Aber trotzdem, kenn ich mich jetzt bei dem Bau auf dem Bild nicht so ganz aus. Was genau ist diese Pyramide und wo genau soll die Million Menschen leben?
Von: Miriam am Juni 29, 2009
um 4:14
Innerhalb dieser Pyramide. Die ist eine Stadt für sich, ein gewaltiges Bauwerk, das all diesen Menschen Platz bietet.
Von: Peter N. am Juni 30, 2009
um 7:01
Ein beeindruckender Entwurf. Das wäre ein Lebensraum an den ich mich gewöhnen könnte (warscheinlich). Aber diese Art von Gebäuden wird wohl oder übel der Wegweiser in die Zukunft sein. Hoffe nur das dann größere Haustiere auch verbannt werden, die Hundehaufen in meiner Umgebung (wohne in Wien) nehmen nämlich leider stätig zu.
Von: Toni am Juni 30, 2009
um 6:50
Das Problem sollte aber lösbar sein, wenn die Bewohner mit ihren Hunden einfach im Umland der Pyramide Gassi gehen.
Von: Peter N. am Juli 1, 2009
um 8:53
Der Umweltaspekt scheint hier ja klar für diese Pyramide zu sprechen, wie es mit den sozio-kulturellen Rahmenbedingungen aussieht, in der eine so große Anzahl von Menschen auf derartig engem Raum leben lernen muss, steht ebenso in den Sternen, wie die Umsetzung des Projekts.
Von: Sebastain Klein am Juli 10, 2009
um 11:56
achja….
ich vermute das Projekt wird bestimmt an Hundekot der rumliegt scheitern!
Vielleicht aber auch an 0,5m² zu kleinen Badezimmern oder zu niedrigen Toilettensitzen!
Ich frag mich grad warum ich niemals in Wien wohnen wollte!? Obiges wär mir egal aber ob ich mit einer Mentalität leben könnte, die Hundekot über die Ideen neuer Formen des Zusammenlebens stellt, wage ich zu bezweifeln.
Grüsse
Bernd das Brot
Von: BrotBernd am Juli 10, 2009
um 2:22
„Das Ziggurat könnte einer Million Menschen Lebensraum bieten, und würde im Vergleich zu anderen Städten mit gleicher Einwohnerzahl nur zehn Prozent der Grundfläche einnehmen.“
Hat man bei der Planung auch den psychiologischen Aspekt berücksichtigt?
Der Mensch braucht ja auch Zeit und Platz für sich. Nicht dass dieses Projekt am Ende scheitertet weil alle Einwohner ganz einfach irre werden ^^
Von: ArnoNym am Juli 22, 2009
um 8:01
Rund um das Ziggurat könnten die Menschen die Natur erkunden, und im Ziggurat gibt es zumindest in den einzelnen Wohnunge Privatsphäre. Trotzdem ist das natürlich sehr verdichtet. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie die Menschen dort darauf reagieren würden.
Von: Peter N. am Juli 23, 2009
um 7:21