Verfasst von: Peter N. | Juli 8, 2009

Tageslicht – Simulation mit verschiedenen Fensterkombinationen

Wieviel Tageslicht die Räume eines Hauses erhellt, hängt vor allem von der Fensterfläche ab und davon, wie die Fenster positioniert sind. Weitere Faktoren sind etwa die Lichtdurchlässigkeit der Scheiben, die Architektur des Gebäudes und die geographische Lage. Generelle Aussagen sind deswegen schwierig, aber anhand eines bestimmten Objekts lassen sich die Lichtwerte in einer Simulation durchaus vergleichen, wenn darin der Anteil der Fensterfläche und die Ausrichtung der Fenster verändert werden. So eine Simulation habe ich auf der Webseite des Velux Energy and Indoor Climate Visualizer gefunden.

Grundannahme für diese Simulation ist ein typisches einstöckiges dänisches Wohnhaus mit 144 Quadratmetern Wohnfläche, das anhand von fünf verschiedenen Fenster-Kombinationen untersucht wurde.

  • 10% Fensterfläche (in Bezug auf die Wohnfläche) in der Fassade
  • 20% Fensterfläche (in Bezug auf die Wohnfläche) in der Fassade
  • 30% Fensterfläche (in Bezug auf die Wohnfläche) in der Fassade
  • 5% Fassadenfenster und 5% Dachfenster in Bezug auf die Wohnfläche, also insgesamt 10%
  • 10% Fassadenfenster und 10% Dachfenster in Bezug auf die Wohnfläche, also insgesamt 20%

Hier ist ein Bild aus dem Pdf, das die Ergebnisse in einem Diagramm zeigt.

Tageslichtgraphik

FW steht für Fassadenfenster und RW für Dachfenster. Der höchste Tageslichtanteil im Haus wird über eine Kombination aus beiden Fenstertypen erreicht, das zeigen die blauen Balken. In so einem Haus lässt sich außerdem Energie sparen, weil weniger Strom für die Beleuchtung benötigt wird, was durch den roten Balken angezeigt wird. Die Einsparung beträgt je nach Konfiguration bis zu 2,5 kWh pro Quadratmeter.


Antworten

  1. Sehr interessanter Beitrag. Ich denke, dass es zu den wichtigsten Faktoren in einem Raum gehört, wieviele Fenster es gibt und wieviel Licht tatsächlich von den vorhandenen Fenstern hereinkommt. Ich verstehe z. b. nicht, warum jemand auf die Idee kommt fensterlose Badezimmer und/WC´s zu planen. Was man da an Beleuchtungsenergie über die Jahre bezahlt, hätte die Investition in eine Fenstereinplanung bald wettgemacht. Am liebsten sind mir riesige Fenster und auch den Dachboden würde ich nicht ein dunkles Dasein fristen lassen, wie man es leider immer noch so oft in Wien sieht. Mit einigen großen Dachfenstern würde man da richtig viel Licht hereinbringen, insbesondere auch wegen dem günstigen Einfallswinkel für das Licht.

  2. [...] [...]

  3. Wie man fensterlose Räume planen kann will mir einfach auch nicht in den Kopf. Besonders bei einem Einfamilienhaus ist es meist kein Problem alle Räume mit Fenstern auszustatten, da liegt keines an einer gemeinsamen Wand mit einem anderen Zinshaus, wie das bei Wohnungen der Fall sein kann.
    Dachte mir schon, dass eine Kombination aus Fasaden- und Dachfenstern die beste Lösung ist. So kann man dem Lauf der Sonne folgen während sie das Haus durchleuchtet.


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