Verfasst von: Peter N. | Oktober 21, 2009

Helle Dächer bei Hitze, dunkle Dächer bei Kälte durch ein neues Material

Ich verfolge nach wie vor die vor allem in den Vereinigten Staaten ausgetragene Diskussion über die segensreichen Effekte, die weißgestrichene Dächer auf die Erderwärmung und das Wohnklima in Häusern haben sollen. Wer sich für dieses Thema interessiert, findet auf meinem Blog und im Internet viele Artikel dazu. In diesem Beitrag geht es aber weniger generell um weiße Dächer und ihre Auswirkungen, sondern um ein spezielles Polymer, dass Forscher am MIT entwickelt haben.

Ein Kritikpunkt an den Thesen der Befürworter von hellen Dachflächen ist nämlich, dass die positiven Auswirkungen sich in kälteren Regionen ins Gegenteil verkehren, weil höhere Heizkosten im Winter die Einsparungen beim Kühlen im Sommer wieder aufheben. Eine Lösung für dieses Problem soll Thermeleon bieten, ein Material, dass seine Farbe der Außentemperatur anpassen kann.

Bild von mitnews

Wenn es kalt ist, dann ist ein Thermeleon – Dachziegel schwarz, weil das Polymer im aufgelöstem Zustand bleibt und nur die dunkle Auskleidung zu sehen ist. Wird es aber wärmer, dann formen sich aus dem Polymer kleine Tröpfchen, die das Sonnenlicht reflektieren und dem Ziegel ein weißes Aussehen verleihen. Unter Laborbedingungen funktioniert das bereits, und für die Zukunft ist sogar geplant, Thermeleon als einfachen weißen Lack zu vertreiben, der dieselben Fähigkeiten wie der Prototyp aufweist.


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